2003 – 2005


Uns gibt es schon seit 2003 als Abspaltung von der alten Grünen Alternativen Liste (GAL) an der Universität Karlsruhe, ausschlaggebender Moment war die Umbenennung der GAL in „Grüne Hochschulgruppe“ (unter Weglassung des Alternativen), das erste Mal trat die AL zu den U-Modell-Wahlen im Januar 2004 an, bei denen sie 237 Listenstimmen und damit einen Stimmenanteil von 8,2% errang. In Parlament der Studierenden zogen damals Jan Vogelgesang und Malte Cornils ein.
Im Folgejahr verschlechterte sich das Ergebnis, trotzdem konnten mit 199 Listenstimmen und einem Stimmanteil von 6,5% weiterhin zwei Abgeordnete (Ingo Schwarze und wieder Malte Cornils) in StuPa einziehen. (Und dies, obwohl der Wahlkampf derart toll betrieben wurde, dass AL-Plakate dieser Wahl vom nächsten UStA überklebt und weiterhin zum Werben verwendet wurden…)
Die Homepage der „alten“ Alternativen Liste findet ihr hier.

Wahlen 2006

Ende 2005 vollzog sich allerdings in der AL wegen dem Austritt der alten Mitglieder ein Generationenwechsel, spontan fanden sich sechs neue Kandidaten für die U-Modell-Wahlen 2006 zusammen: Andie Rothenhäusler, Kathrin Beck, Sebastian Müller, Nadine Ernst, Maik Luttmann und David Furminieux wagten die Kandidatur, am Anfang wohl noch etwas unerfahren, aber mit dem Ziel, alternative Politik für den Campus mitzugestalten. Obwohl wir damals wenig Zeit zur Planung unseres Wahlkampfes hatten und auch von den anderen Listen anfangs etwas argwöhnisch beäugt wurden, schafften wir es, das Ergebnis von 2005 leicht auf 7,2% zu verbessern und Nadine und Kathrin konnten ins StuPa einziehen, wobei Kathrin Mitglied des StuPa-Präsidiums und Nadine Sozialreferentin im neugewählten UStA wurde.


Wahlen 2007

In den nächsten Monaten wurde es etwas stiller um die AL, was mit dem vermehrten Engagement der Listenmitglieder in anderen Gremien, in Fachschaften, in Z10 oder AKK oder eben im UStA zu erklären ist. Allerdings wurden immer wieder Pläne für eine neue, unverbrauchte Liste geschmiedet, im Dezember 2006 einigten sich ein Teil der Mitglieder auf den neuen Namen Die Unabhängigen – Unabhängige Liste an der Uni Karlsruhe (UL), mit dem sie bei den U-Modell-Wahlen 2007 antraten. Mit dabei waren Kathrin Beck, Andie Rothenhäusler, Maik Luttmann, Christoph Esch, Tobi Hannappel, Sebastian Müller, Verena Müller und Sophie Mélix. Die UL konnte – trotz durchwachsenem Wahlkampf und bald zutagetretenden Differenzen innerhalb ihrer Mitglieder – sich noch einmal auf 260 Listenstimmen und einen Stimmanteil von 8% steigern. Ins Studierendenparlament zogen Christoph Esch und Verena Müller ein.


2007 passierte auch noch vieles andere: Der Studiengebührenboykott scheiterte an allen Hochschulen (nur HfG, HfM und Kunstakademie erreichten die nötigen Quoren), die Studiengebühren wurden zum Sommersemester eingeführt und ein wildgewordener Innenminister nahm den G8-Gipfel in Heiligendamm als Anlass, Razzien an deutschen Hochschulen durchzuführen. Zudem wurde über Datenvorratsspeicherung und weitere Verschulung der Uni diskutiert und die Studiengebühren unsozial in einem ungerechten Verteilungsschlüssel zuungunsten der Geistes- und Sozialwissenschaften zwischen den Fakultäten verteilt. All dies schuf Motivation für einen Teil der Unabhängigen, die alte AL wiederzubeleben. Zwar sehen wir das Intermezzo als UL im Nachhinein nicht als schlecht an, zudem haben viele Themen eine Kontinuität in den Programmen der alten AL, der UL und der neuen Alternativen Liste bewiesen, allerdings wollen wir eine ausdrücklich alternative Politik für den Campus gestalten.