Unsere Wahlinfo 2012 zum Download: [PDF, 471kb]

Keine Militärforschung auf dem Campus

Im Januar 2009 sprachen sich die Studierenden am KIT bei einer Urabstimmung für eine Zivilklausel an unserer Hochschule aus – eine Forderung, die auch SPD und Grüne bei der letzten Landtagswahl vertraten. Leider hat sich trotz des rot-grünen Wahlerfolges hier nichts mehr getan; es gilt weiterhin, die Forderung unserer Studierenden nach einer zivilen Universität umzusetzen.

Have Sex – Hate Sexism! Gegen Sexismus und Homophobie

Ob Homophobie oder Frauenfeindlichkeit, der Sexismus auf dem Campus hat viele Gesichter. So warb die LISTE in den letzten Monaten mit homophoben Beleidigungen für Stuttgart 21; frauenfeindliche Sprüche wiederum werden im StuPa regelmäßig nicht geahndet.
Die Alternative Liste setzt sich für eine inhaltsvolle Hochschulpolitik ohne sexistische Untertöne ein – wir müssen für unsere politische Arbeit keine Ressentiments bedienen und kämpfen für eine emanzipierte Hochschule.

Ausbau des BAföG statt Deutschland­stipendium

Das sogenannte Deutschlandstipendium kommt am KIT gerade mal einer Handvoll Studierender zugute – viel sinnvoller wäre ein bedarfsdeckender Ausbau des BAföG, was einer breiten Mehrheit das Studium erleichtern würde. Unsere Kandidierenden setzen sich für eben diesen Ausbau ein.

Vegane Alternativen in der Mensa

Wir setzen uns dafür ein, dass es jeden Tag mindestens eine vegane Mahlzeit in der Mensa gibt – nicht nur für vegane Studierende, sondern auch für solche, die sich aus ökologischen, gesundheitlichen (etwa bei Laktoseintoleranz) oder religiösen Gründen eine besondere Ernährung einhalten müssen oder wollen.

Studieren mit Kind

Was machen Studierende mit Kind, wenn sie in ihre Vorlesung gehen? Immer noch gibt es für studierende Eltern zuwenige Betreuungsplätze am KIT und bei den vorhandenen Plätzen reichen die Betreuungszeiten nicht aus, um späte Vorlesungen besuchen zu können. Wir wollen Dozent*innen und die Unileitung für dieses Thema sensibilisieren und ein offizielles Teilzeitstudium für Studierende mit Kind ermöglicht wird.

Ökonomisierung der Bildung

Die Einführung des Bachelor/Master-Systems und der Studiengebühren bedeuten große Veränderungen für das Studium. Durch die neuen Abschlüsse wird den Studierenden die Möglichkeit einer freien Studiengestaltung völlig genommen. Anwesenheitskontrolle und ein straffer Zeitplan bestimmen den Alltag der neuen Studiengänge. Den Studierenden soll ein Komplettpaket von fachlicher Ausbildung verkauft werden, welches kaum Raum für soziales oder politisches Engagement bietet.

Das Studium, welches nicht nur eine fachliche Ausbildung sondern auch eine Zeit für Persönlichkeitsbildung sein sollte, existiert nicht mehr. Diese so genannten Softskills, welche doch überall gefordert werden, können durch so eine straff organisierte Ausbildung nicht mehr erworben werden.

Wir sind der Meinung, dass Bildung nicht nur der finanziellen Elite zugänglich sein sollte, sondern ein Gut ist, welches jedem zusteht. Bilden kann man sich nicht nur durch Punkte sammeln, sondern Bildung an der Universität stellt für uns ein ganzheitliches Konzept dar, welches nicht nur Vorlesungen, Übungen und Praktika, sondern auch nicht quantifizierbare Erfahrungen beinhaltet. Wir fordern Zeit für die individuelle Persönlichkeitsbildung während des Studiums.

Der aktuellen Entwicklung in der Hochschullandschaft stehen wir sehr kritisch gegenüber. Einführung von Studiengebühren, Bachelor-Master-Studiengängen, Elitenbildung, HOC, KIT, u.v.m. bedeuten immer weniger Freiraum an einem Ort, der dafür geschaffen wurde Freiräume zu bieten. Wir setzen uns weiterhin für die Abschaffung der Studiengebühren und für einen erneuten Boykott im Sommersemester 2009 ein. Studenten sind keine Kunden, eine Universität ist kein Dienstleister!!

Studiausweis

Es ist ja schon ziemlich cool, dass der regelmäßige Stempelbesuch bei der roten Box im Studienbüro weg fällt, und die Fricard nicht mehr so empfindlich ist. Aber leider sagt sie nichts mehr über den aktuellen Immatrikulationsstatus aus, und ist damit kein gültiger Studienausweis!

Wir wollen uns im StuPa dafür einsetzen, dass Druck auf das Rektorat gemacht wird, damit eine günstigere Lösung gefunden wird.