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Pressemitteilung: Wahlen am KIT werden in den Schmutz gezogen

Pressemitteilung der Grünen Alternativen Liste (GAL) vom 17.01.2013: [Download]

Wahlen am KIT werden in den Schmutz gezogen: Diffamierungskampagne gegen die Grüne Alternative Liste

Karlsruhe (GAL) – In der Nacht von Montag auf Dienstag wurde an den Litfaßsäulen auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie von Unbekannten anonyme Plakate angebracht, auf denen die Grüne Alternative Liste (GAL) als „NSDAP-nahe Hochschulgruppe“ bezeichnet wird. „Es birgt eine gewisse Ironie, dass ausgerechnet wir – als die einzige Hochschulgruppe, die sich in ihrer Wahlwerbung ausdrücklich gegen Rassismus ausspricht – Ziel einer solchen Verleumdungskampagne werden,“ so Nadja Brachmann, Kandidatin der GAL.

Am KIT finden in dieser Woche die Wahlen zum Studierendenparlament statt. Dies scheint auch der Anlass für die jetzige Diffamierung zu sein. „Alles deutet darauf hin, dass mit solchen Plakaten die Studierenden in der Wahlwoche verunsichert werden sollen – frei nach dem Motto: Irgendwas bleibt immer hängen“ so Brachmann weiter. „Wir bedauern, dass der Wahlkampf auf so niveaulose und feige Art in den Schmutz gezogen wurde. Anstatt über Inhalte und Ziele zu diskutieren, wird hier mit Verleumdungen gearbeitet.“

„Ich finde es erschreckend, dass es abseits von politischer Satire – welche Teil des demokratischen Diskurses ist – der/die Urheber*innen mit ihrem Plakat versuchen, einzelne Menschen mit dem Nationalsozialismus und seinen Zielen in Verbindung zu bringen.“ kommentierte der Sprecher der Juso-Hochschulgruppe, Niklas Horstmann, in einer E-Mail an die Studierendenschaft den Vorfall. „Dabei kann es sich nur um persönliche Beleidigung und Verleumdung handeln, die mich auch als Nichtbetroffenen schockiert.“ Auch die Hochschulgruppen der Jusos, des Rings Christdemokratischer Studierender (RCDS) und der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) waren Ziel der Plakataktion geworden, wobei die Plakatinhalte hier milder ausfielen. So zeigte eines der Plakate eine Fotomontage des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück mit der Überschrift: „Achtung!!! Jusos = Die SPD-nahe Hochschulgruppe“.

Keines der Plakate wies einen Urheber auf. „Wer hinter seiner Meinung steht, schreibt seinen Namen drunter!“, stellt der GAL-Kandidat Florian Keller, klar. Auch der Historiker und frühere Abgeordnete Andie Rothenhäusler findet klare Worte zu dem Vorfall: „Wer derart leichtfertig mit diesem Vokabular umgeht, beweist damit vor allem eins: Dass er oder sie ein ungenügendes Verständnis der deutschen Geschichte hat. Solche Vergleiche ohne Anlass zerstören die politische Kultur und verharmlosen die Gefahr, die immer noch von Rechtsextremen ausgeht.“

Mehrere Mitglieder der GAL haben Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Verleumdung bei der Polizei gestellt.

Wir würden uns freuen, wenn Menschen, die Hinweise zu den Täter*innen haben, sich bei uns melden würden.

Die Grüne Alternative Liste (GAL) ist ein Zusammenschluss der Alternativen Liste (AL) und ökologisch eingestellter Studierender.

U-Modell Wahlen 2013

In der Woche vom 14.01. – 18.01.2013 finden am KIT die Wahlen des U-Model statt. Dieses Jahr finden neben den Wahlen zum Studierendenparlament, der Fachschaften und der autonomen Referate auch eine Urabstimmung zum Satzung der Verfassten Studierendenschaft.

Die AL hat sich Jahr dafür entschieden als Grüne Alternative Liste (GAL) anzutreten. Die GAL ist der Zusammenschluss der AL und ökologisch eingestellter Studierender.

Kandidierende GAL 2013
Kandidierende GAL 2013
Nadja Brachmann, Hannah Wenk, Jan Reusch, Maximilian Minter, Florian Keller, Karl Palke
Wahlwerbung2013
Wahlwerbung 2013

Mehr Informationen zur Wahl findet ihr auf den Seiten des Wahlausschusses.

Morgen beginnen die U-Modell-Wahlen…

…wählen könnt Ihr in Euren Instituten und Fachschaften sowie an der Wahlurne in der Mensa.

Gebt Eure Listenstimme der AL, für eine alternative Politik, einen fairen Campus und ein besseres Studium!

Chuck Norris würde wohl Sarah Palin wählen.

Alle Jahre wieder setzen sich in der Vorweihnachtszeit die Hochschulgruppen zusammen und planen ihren Wahlkampf; und je nach Kreativität und/oder Engagement kommen dabei mehr oder weniger gelungene Kampagnen zustande, wobei von ClipArt über ausgestopfte Tiere, unverhohlenes Betteln und Schnorren bis zu menschlichen Litfasssäulen alle denkbaren Mittel eingesetzt werden. Tricky bei der Wahlwerbung ist, dass niemand genau weiß, wie die Wählerinnen und Wähler auf sie reagieren; da es keine Umfragen oder Meinungsbilder gibt, stochern die meisten Listen im Trüben und hoffen darauf, dass ihre Logos und Slogans irgendwie bei einer Wähler*innenschaft mit der angenommenen Aufmerksamkeitsspanne eines Sechsjährigen verfangen. Das dem amerikanischen Vorzeigekapitalisten Henry Ford zugeschriebene Bonmot trifft es wohl ganz gut:

„Ich weiß, die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld. Ich weiß nur nicht, welche Hälfte.“

Gleichzeitig soll vermieden werden, mit der eigenen Darstellung zuviel Schaden anzurichten, wobei Kleinigkeiten große Auswirkungen haben können: Als die Grüne Hochschulgruppe vor ein paar Jahren ihren Wahlvorschlag schlicht mit dem kryptischen Kürzel „GHG“ überschrieb, stürzte sie in den StuPa-Wahlen von fünf auf zwei Sitze ab. Dieses Frühjahr haben sich die Jusos diese Anekdote unter umgekehrtem Vorzeichen zum Vorbild genommen… Verzeihen Sie, sagte ich Jusos? Der Autor meinte natürlich die Hochschulgruppe Chuck Norris würde Jusos wählen!.

Der Gedankengang der Aktivisten von Chuck Norris würde Jusos wählen! (mit dem Ausrufezeichen wohl als „CHUCK NORRIS WÜRDE JUSOS WÄHLEN!“ ausgesprochen) ist vergleichsweise transparent; offensichtlich spekulieren Niklas, Stefan, Fabian und wie sie alle heißen, dass Otto Normalmaschinenbauer (männlich, Anfang 20, hochschulpolitisch unerfahren) beim Lesen des Wahlzettels in ein begeistertes Gurgeln ausbricht und infantil glucksend zum Buntstift greift, um neben das resultierende Kreuz noch ein „LOL ROFL HE DEFNTLY WOULD“ zu setzen. Das könnte man als populistisch bezeichnen; auf der anderen Seite könnte man es auch so sehen, dass angesichts geringer Wahlbeteiligungen jedes Mittel recht sein sollte, um in einem demokratischen Verfahren mehr Leute zum Wählen zu kriegen (vorausgesetzt, man hat das Demokratieverständnis eines nahöstlichen Potentaten und den Humor eines Ziegels und betrachtet die gesamte Wahl sowieso als Farce).

Chuck Norris taugt leider (gerade im Jahr der amerikanischen Präsidentschaftswahlen) nur bedingt als jungsozialistisches Vorbild. Der Schauspieler und Kampfsportler ist seit langem Vorzeigemitglied der Republikanischen Partei und unter ihnen einer jener Hardliner, die ihre primären Anforderungen an Politik mit der Position zu den drei G’s zusammenfassen: God, Gays ‚n‘ Guns, was sich ungefähr mit „pro Kreationismus, kontra Schwulen- und Lesbenrechte, pro Waffenlobby“ übersetzen lässt. Als homophober Evangelikaler mit eigener Zeitungskolumne zitierte er vor ein paar Jahren verstörend ungerührt einen Gesetzesentwurf aus der Gründungszeit der USA zur Kastration und Verstümmlung von Menschen mit abweichender Sexualität für eine ziemlich konfuse Argumentation gegen gleichgeschlechtliche Emanzipation. Gleichzeitig ist der Held spöttischer Jugendkultur naiv genug, um sich durch die „Chuck Norris Facts“ geschmeichelt zu fühlen – und humorlos genug, dabei Facts mit Gottesbezug auszunehmen, da sie die Omnipotenz des alten Mannes im Himmel anzweifeln würden.

Fairerweise muss man allerdings zugestehen, dass sich Chuck Norris im letzten Jahrzehnt (nicht nur bei den Jusos) als Posterboy diverser Anliegen einer großen Beliebtheit erfreute – und unter anderem auch schon zur Versinnbildlichung der Bologna-Auswirkungen herhalten musste. Allerdings wirkt die Kampagne von Linke.SDS dazu (siehe unten) ziemlich raffiniert, wenn man sie dem schlichten Chuck Norris würde Jusos wählen! gegenüberstellt.

Anyway. Zumindest kann niemand den Kandidaten von Chuck Norris würde Jusos wählen! vorwerfen, dass sie dies für ihren Lebenslauf tun (außer ihr Berufswunsch ist ein Job in Berlins zugekokstester Werbeagentur).

In einer gewissen Weise macht dies die Chuck Norris würde Jusos wählen!-Kampagne fast wieder etwas sympathisch: Dieses WEEHEE- und YEEHAAhafte hebt sich aus dem Alltagsgrau der Hochschulpolitik hervor wie der unschuldige Gemütsausbruch eines überzuckerten Kindes während einer Schweigeminute, wie sich durch ein einfaches Schaubild beweisen lässt:

2010: Juso Hochschulgruppe.
2011: Juso-Hochschulgruppe.
2012: CHUCK NORRIS WÜRDE JUSOS WÄHLEN!
2013: Juso-Hochschulgruppe.

Der Wahlkampf beginnt…

Der heutige Glühweinstand vorm AKK musste leider ausfallen. Aber wir hoffen, ihn diesen Freitag nachholen zu können.

Heute sind auch endlich unsere farbigen DIN A6 Flyer angekommen. Die werden in den kommenden Tagen jetzt auf dem Campus verteilt. Bis zum 20. Januar wollen wir euch auf diesem Wege täglich informieren. Heute Abend werden erst einmal die Plakatsäulen auf dem Campus (Süd) genutzt und morgen gibt es dann eine Tour durch die Gebäude. Natürlich verteilen wir auch an verschiedenen Stellen persönlich unsere Flyer. Dabei könnt ihr uns gerne ansprechen und uns Fragen stellen. Natürlich könnt ihr uns dafür auch eine E-Mail schreiben oder unsere Facebook-Seite nutzen.

Also, wir sehen uns bestimmt demnächst auf dem Campus. Und nicht vergessen: Vom 16. bis 20. Januar 2012 finden am KIT die Wahlen zum Unabhängigen Modell statt. Geht wählen!

Wahlwerbung 2011/2012

Wahlwerbung 2011

Die Vorderseite unseres Flyers:

StuPa-Wahl 2011

Hallo zusammen,

nächste Woche ist es wieder so weit: Die Wahlen des U-Modells an der Uni Karlsruhe (neudeutsch: KIT) werden wieder durchgeführt. Hier können alle Studierenden am KIT ihre Fachschaftssprecher, das Studierendenparlament, das autonome Frauenreferat sowie das autonome AusländerInnenreferat wählen. Die letzteren beiden natürlich nur von weiblichen bzw. ausländischen Studierenden.

Nachdem die AL im letzten Jahr in einem Wahlbündnis mit der der Linken.hsg als Li.AL (bzw. LAL) angetreten ist, treten wir dieses Jahr wieder alleine an. Das ist auch der Grund, warum dieser Blog solange unbenutzt war. Unsere Aktivitäten im letzten Jahr findet Ihr im Blog der Li.AL .

Wenn ihr wählen gehen wollt, dann könnt Ihr das vom 17.01 – 21.01.2011, in eurer (oder einer anderen) Fachschaft oder täglich von 11.30 – 14.00 Uhr in der Mensa.

CDU-Wahlwerbung

Klasse Video, wenn es auch etwas lange ist…

„Der CDU Schäuble Wahlkampfplakat Remix Der Blog netzpolitik.org rief am 10.Aug.2009 dazu auf die Wahlkampfplakate der CDU zu verschönern. Hier sind ein paar Ergebnisse !“, so Dravon1 auf http://www.youtube.com

Die Hinterdrundlieder:
1. Lied: Georg Kreisler – Meine Freiheit, Deine Freiheit
2. Lied: Across The Border – I can‘t love this country (ab 01:48)
3. Lied: Die Ärzte – Deine Schuld (ab 07:14)