Beiträge von Alternative Liste

Veranstaltungsreihe im Sommersemester: Klimawandel – Analyse, Handlungsoptionen, Prophylaxe

Auch im Sommersemester findet auf dem Campus eine Veranstaltungsreihe von Rosa Luxemburg Stiftung, AL und Grüner Alternativer Liste statt. Sie steht dieses Semester unter dem Titel „Klimawandel – Analyse, Handlungsoptionen, Prophylaxe“. Veranstaltungsort ist jeweils das Franz-Schnabel-Haus (Geb. 30.91), Raum 012, Karlsruher Institut für Technologie, Campus Süd.

Obwohl der Klimawandel mittlerweile recht gut erforscht und die Grundproblematik zu einem Allgemeingut geworden ist, tut sich die internationale Gemeinschaft auf politischer Ebene sehr schwer, entschlossene Schritte dagegen zu unternehmen. Dies verwundert auch deshalb, weil einerseits die Dringlichkeit zur Handlung kaum mehr angezweifelt wird und andererseits die Menschheit in vergleichbaren Situationen durchaus bewiesen hat, dass sie schnell handeln kann. So hat es bspw. von der Entdeckung des Ozonlochs bis zum vollständigen Verbot von FCKW lediglich 15 Jahre gedauert.

Was ist beim Klimawandel anders? Die von ihm ausgehenden Gefahren sind nicht so exakt zu bestimmen, aber dennoch nicht weniger bedrohlich. Ein großer Unterschied mag darin liegen, dass die möglichen Handlungsoptionen nicht so leicht durchzuführen sind: Die adäquate Reaktion auf den drohenden Klimawandel stellt unsere Wirtschaftsweise als Ganzes infrage, und nicht nur einen kleinen Teil daraus, wie beim FCKW.

Es ist fünf nach zwölf – und gerade deshalb Zeit zu handeln. Warum dies so ist und was auf technischer wie auf gesellschaftlicher Ebene getan werden kann, soll diese Vortragsreihe exemplarisch erläutern.

Vorträge:
23. April 2013, 19.30 Uhr
Klimawandel im Computer
Michael Böttinger (Deutsches Klimarechenzentrum)

06. Juni 2013, 19.30 Uhr
Aquatische Biomasseproduktion zur Lösung des Teller-Tank-Dilemmas
Christine Rösch (Forschungsbereich „Nachhaltigkeit und Umwelt“ am KIT)

04. Juli 2013, 19.30 Uhr
Die Technik allein wird’s nicht richten. Über die Notwendigkeit sozio-kultureller Innovationen für eine nachhaltige Gesellschaft.
Gerolf Hanke (Vereinigung für ökonomische Ökologie)

Veranstaltungsort ist jeweils das Franz-Schnabel-Haus (Geb. 30.91), Raum 012, Karlsruher Institut für Technologie, Campus Süd.

Impressionen vom Campus-Dekadenz-Schlonz

Morgen beginnen die U-Modell-Wahlen…

…wählen könnt Ihr in Euren Instituten und Fachschaften sowie an der Wahlurne in der Mensa.

Gebt Eure Listenstimme der AL, für eine alternative Politik, einen fairen Campus und ein besseres Studium!

Mit Gewalt gegen Studierende: Polizeieinsatz an der Uni Göttingen

Universität Göttingen – Am Dienstagabend ging die Polizei an der Universität Göttingen mit brachialer Gewalt gegen protestierende Studentinnen und Studenten vor. Anlass der Proteste war ein Vortrag des Göttinger Polizeipräsidenten Robert Kruse und des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) zum Thema Innere Sicherheit. Schünemann ist einer der Hardliner im rechten Flügel der CDU und tritt u.a. für das Ermöglichen von Einsätzen der Bundeswehr im Inneren, den Abschuß entführter Flugzeuge, [1] das Verbot von „Killerspielen“ [2] und die Datenvorratsspeicherung [3] ein: Viele Studierende nutzten die Gelegenheit, um gegen Schünemanns Flüchtlingspolitik, das von ihm praktizierte Verharmlosen neonazistischer Gewalt und sein Vorgehen gegen die linke Szene zu demonstrieren.

Leider blieb die friedliche Demonstration vor dem Hörsaal wegen eines Polizeieinsatzes nicht friedlich. Denn:

Die Polizei räumte den Eingangsbereich, wobei die Demonstrierenden geschlagen, getreten, gewürgt und mit dem Kopf gegen die Wand geschleudert wurden. [4]

Um ihr unverhältnismäßiges Einschreiten im Nachhinein zu rechtfertigen sprach die Polizei in einer Pressemitteilung davon, dass die Demonstrierenden versucht hätten, sich „gewaltsam Zutritt zum Veranstaltungsraum“ verschaffen. Doch:

Die taz kann nicht bestätigen, dass es einen solchen Versuch gegeben hat. Auch andere Augenzeugen haben einen solchen Versuch nicht beobachten können. [4]

Diese Feststellung wird auch von zwei Videos des Norddeutschen Rundfunks ([5] Gerangel an der Uni Göttingen und [6] Polizei ringt mit Demonstranten) unterstützt, die Teile des Polizeieinsatzes zeigen.

Auch der AStA der Uni Göttingen zeigt sich über den Polizeieinsatz schockiert:

Wir haben bereits im Vorfeld das Universitäts-Präsidium gebeten, der Polizei keine Genehmigung für einen Einsatz auf dem Campus zu erteilen, um solche gewalttätigen Übergriffe zu verhindern. Wir sind schockiert, dass die Universitätsleitung derartige Einsätze gegen die eigenen Studierenden offensichtlich billigt. Das Recht der Universitätsangehörigen auf körperliche Unversehrtheit sollte ihr am Herzen liegen. Weiterhin kritisieren wir, dass die Polizei bereits im Vorfeld viele Studierende unter Generalverdacht stellte, indem sie verschiedene Wohnheime im Kreuzbergring umstellte. Nicht nur wurde hier das Recht auf Versammlungsfreiheit eingeschränkt, es wurden auch Studierende davon abgehalten, den Campus ungestört betreten und Lehrveranstaltungen besuchen zu können. [7]

, so Kay Bents, Göttinger AStA-Vorsitzender.

Die Alternative Liste (AL) am Karlsruher Institut für Technologie verurteilt die Gewalt gegen friedlich demonstrierende Studierende. Die Hochschulen sind ein Ort, an dem sich kritisch mit der aktuellen Politik auseinandergesetzt werden kann, ohne dass die Lernenden – die wie die Lehrenden Teil jeder Universität sind – Verletzungen und Repressionen von Seite der Polizei befürchten müssen. Dies ist Grundlage der akademischen Kultur und darf nicht gefährdet werden, nur um Politikern und Politikerinnen unliebsame Meinungen zu ersparen. Aus diesem Grund fordern wir das Rektorat der Universität Göttingen dazu auf, sich klar von dem Polizeieinsatz auf ihrem Campus zu distanzieren.

Referenzen:
[1] Welt Online – Einsatz der Bundeswehr im Inneren gefordert
[2] Spiegel Online – Minister fordert Verbot von Killerspielen
[3] golem.de – Hardliner Schünemann: Vorratsdatenspeicherung hilft nicht bei Verbrechensaufklärung
[4] taz – Faustschläge vorm Hörsaal: Polizeieinsatz in der Kritik
[5] NDR.de – Video – Gerangel an der Uni Göttingen
[6] NDR.de – Video – Polizei ringt mit Demonstranten
[7] Pressemitteilung des AStA Uni Göttingen – AStA kritisiert Polizeieinsatz auf dem Unigelände

Weitere Infos:
Pressemitteilung des freien zusammschluss von studentInnenschaften – fzs zum unverhältnismäßigen Polizeieinsatz an der Uni Göttingen
Göttinger Tagblatt – Drinnen Klage über Gewalt, draußen Gewalt
Neues Deutschland – »Schünemann abschieben«: Verletzte und Festnahmen bei Protesten gegen Niedersachsens Innenminister
Fefes Blog

26.11.11: Demonstration gegen rechte Gewalt in Karlsruhe

Samstag, 26.11.2011 – 14 Uhr
Demonstration: Kein Schutz für rechte Gewalt – Solidarität mit den Opfern
Karlsruhe – Kronenplatz

Demoaufruf der Initiative gegen rechte Gewalt Karlsruhe:

„In den vergangenen elf Jahren konnte eine Gruppe von Neonazis, organisiert im Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), nahezu ungestört bundesweit zehn Morde verüben. Trotz des immer gleichen Musters galt ein rassistisches Motiv lange Zeit als ausgeschlossen. Es ist nicht vorstellbar, dass die über Jahre im geheimen agierende Gruppe keine Unterstützerinnen und Unterstützer im gesamten Bundesgebiet hatte. Daher müssen wir davon ausgehen, dass weitere Opfer auf das Konto dieser oder anderer Neonazi-Gruppen gehen.

Dabei müssen sich Behörden und Staat die Frage gefallen lassen, ob rechte Gewalt nicht jahrelang systematisch verharmlost und bewusst nur scheinbar bekämpft wurde. Nicht nur in Sachsen wurde die rechte Kriminalität lange Zeit gezielt aus Imagegründen Statistiken nach unten „korrigiert“. Auch die offizielle Statistik der Bundesregierung ignoriert bei ihrer Zählung von 47 Todesopfern durch Neonazis zwischen 1990 und 2009 in vielen Fällen rechte Motive. So zählt die in Berlin ansässige Amadeu-Antonio-Stiftung für die Zeit von 1990 bis 2011 hingegen 182 Todesopfer. Unter den Toten finden sich Polizeibeamte und Obdachlose, Linke ebenso wie RechtsanwältInnen. Zudem führen spätestens die bisherigen Erkenntnisse zur jüngsten rechten Terrorserie die Rufe nach mehr Kompetenzen für den Verfassungsschutz ad absardum. So war es doch gerade das thüringische Landesamt für Verfassungsschutz, das die aktuellen Verdächtigen über Jahre kannte und mindestens ihr Umfeld finanziell unterstützte.

Auch in Karlsruhe wurde der Aufbau der „Kameradschaft Karlsruhe“ zur Jahrtausendwende als aktivste Neonazi-Gruppe Süddeutschlands erst durch ihren Führer und V-Mann Axel Reichert möglich. In der aktuellen Diskussion ignoriert und leugnet die Polizei Karlsruhe die neonazistischen Strukturen vor Ort. In Karlsruhe werden aktuell auch die Verdächtigen für die neonazistische Mordserie inhaftiert.

Daher rufen wir für den kommenden Samstag dazu auf, gegen rechte Gewalt und ihre Verharmlosung auf die Straße zu gehen. Wir möchten dabei auch unsere Solidarität mit ihren Opfern aus Karlsruhe und Anderswo zum Ausdruck bringen.“

Action, Mond & Sterne 2009

Ein Veranstaltungstipp für alle, die in den Semesterferien in der Region geblieben sind:

ams

Euch erwarten VoKü, Bands, DJs, Partys unterm Sternenhimmel, ein Camp, viiiiele Workshops und noch diverses anderes… und die Anreise ist per Shuttle trotz der abgelegenen Lage gar nicht so kompliziert…;)

Für Karlsruher: Nehmt an einem der Tage die S5 bzw. S6 nach Bad Wildbad… von dort aus kommt ihr dann zum Festivalgelände.

Der Eintritt ist übrigens (bis auf das Konzert am Samstag, das € 4,- kostet) frei! (auch das Camp!!).

http://actionmondundsterne.blogsport.de/
http://www.myspace.com/actionmondsterne
Und hier könnt ihr den Jingle zum Festival runterladen…

Achja… Scatterbrains spielen ebenfalls…;)

31. Januar: AL-Schlonz im AKK

Am 31. Januar 2008 findet im AKK (Altes Stadion) ein Liveschlonz der Alternativen Liste statt, dasein werden unsere Kandidaten zum gemütlichen Plauschen über Hochschulpolitik. Spielen werden

- The Scatterbrains (Folk Reggae Gypsy Punk aus Karlsruhe)
- Skatsisters (Polka Punk aus Pforzheim)

Beginn ist ab 20 Uhr, Eintritt frei!

StuPa-Wahlen: Verluste für Jusos, Grüne und Alternative – AL verliert einen StuPa-Sitz

Bei den U-Modell-Wahlen vom 14. – 18. Januar konnte die Alternative Liste (ergo wir) nur 4% der Stimmen erreichen, leider ging damit ein Sitz im Studierendenparlament verloren, somit gelang von unseren acht Kandidaten nur Nadja Brachmann (die zudem als neue Frauenreferentin gewählt wurde) der Einzug ins StuPa. Mit zu den größten Wahlverlierern neben uns zählen die Juso-Hochschulgruppe und die Grüne Hochschulgruppe, allerdings verloren bis auf die Fachschafter ins Parlament der Studierenden (FiPS) und die beiden Neugründungen Neue Liste und LuSt alle Listen an Wählerstimmen. Den Grund dafür sehen wir in der großen Zersplitterung des Listenspektrums (bei dieser Wahl traten neun verschiedene Listen an, im Gegensatz zu sieben im Vorjahr) und in der starken Wählermobilisierung in den Fachschaften durch die FiPS.

Sämtliche Ergebnisse gibt es auf den Seiten des Wahlausschusses.

Wenigstens ein positives Ergebnis der Wahl: Die „Neue Liste“, eine Wählervereinigung von Mitgliedern der farbentragenden Karlsruher Burschenschaft „Teutonia“, scheiterte klar mit 65 Listenstimmen und damit nur 2% der Stimmen am Einzug ins Studierendenparlament.

Unsere acht Kandidaten in der Reihenfolge, in der sie Stimmen erhielten:
1. Nadja Brachmann
2. Verena Müller
3. David Ritter
4. Tanja Transfeld
5. Dana Renger
6. Andie Rothenhäusler
7. Pascale Sarge
8. Hannes Gürgen

Wir bedanken uns bei allen, die uns gewählt haben! Trotz des verlorenen Sitzes werden wir weiterhin versuchen, für euch im StuPa eine erfolgreiche und sinnvolle Politik zu betreiben!

Und wir wollen an dieser Stelle herzlich Nadja zu ihrem Wahlerfolg gratulieren und wünschen ihr das Beste und viel Erfolg für die nächste Legislaturperiode!