Archiv für Mai 2009

Antifaschistischer Stadtrundgang

mit dem Historiker Jürgen Schuladen-Krämer

Veranstalter: VVN-Bund der Antifaschisten Karlsruhe, DGB Mittelbaden, ver.di Mittelbaden-Nordschwarzwald
Wann: Montag, 11.Mai 2009 um 15.00 Uhr
Treffpunkt: Kronenplatz (NoNPD-Transparent)
Dauer: etwa 1 ½ Stunden

Antifaschistischer Abend

mit Prof. Ilja Kremer, Zeitzeuge aus Moskau

Veranstalter: VVN-Bund der Antifaschisten Karlsruhe, DGB Mittelbaden, ver.di Mittelbaden-Nordschwarzwald
Wann: Montag, 11. Mai 2009 um 20.00 Uhr
Wo: DGB-Haus (großer Saal),
Ettlinger Str. 3a, Karlsruhe

Vortrag:

8.Mai – Sieg der Völker über den Hitlerfaschismus

Was ist aus dem „N I E W I E D E R – NEVER AGAIN – НИКОГДАБОЛЬШЕ – JAMAIS PLUS“
geworden?

Der 8. Mai 1945 besiegelte nicht nur das Ende eines furchtbaren Krieges mit 50 Millionen Opfern, sondern den Weiterbestand der menschlichen Zivilisation. Die Alliierten Armeen hatten mit Unterstützung von Partisanenverbänden die Bestie des deutschen Faschismus zu Boden geworfen. Die Hauptlast hatte die Rote Armee getragen, die selbst noch bei der Befreiung von Berlin eine viertel Million Opfer der Kämpfe zu beklagen hatte.

Von deutschem Boden sollte nie wieder Krieg ausgehen. Dieses Tabu wurde mit der Teilnahme an den Angriffskriegen gegen Jugoslawien (24. März 1999) und Afghanistan (7. Oktober 2001) bereits zweimal gebrochen. Das Kriegsbündnis NATO ist drauf und dran, an die russische Grenze vorzurücken und droht dem Iran mit dem Ersteinsatz von Atomwaffen.

Sich der Befreiung von Faschismus und Krieg zu erinnern, bedeutet heute vor allem, den neuen Kriegstreibern in den Arm zu fallen.

Ilja Kremer wird darüber sprechen, wie er die Befreiung erlebte, welche Schlüsse er daraus als sowjetischer Kriegsveteran, Historiker und Akteur bei internationalen Begegnungen gezogen hat und wie er die heutigen Gefahren für den Weltfrieden einschätzt.

Prof. Ilja Kremer, geb. 1922.
Kämpfer im Großen Vaterländischen Krieg gegen den Hitlerfaschismus. Beteiligt an der Befreiung.

Studium und Hochschullehrer für Internationale Politik am Institut für Gesellschaftswissenschaften des ZK der KpdSU in Moskau. Seit den 70er Jahren als Vertreter des sowjetischen Kriegsveteranenverbands politischer Sekretär der FIR in Wien (verantwortlich für internationale Beziehungen)
Referent auf zahlreichen Treffen der FIR, bei Konferenzen der UNO und anderer internationaler Gremien.
Mitgestalter vieler deutsch–sowjetisch/russischer Dialoge im Zeichen der Entspannungspolitik.

Er organisierte 1988 das Historikersymposium der FIR „Die Aggression Nazideutschlands in Europa – Geschichte undGeschichtsschreibung“.

Seit 2007 gewähltes Mitglied des Ehrenpräsidiums der FIR. Bis heute Hochschullehrer am Institut für Gesellschaftswissenschaften in Moskau.